Schon wieder schwerer LKW-Unfall auf der A4 am Dresdner Tor
Es vergeht fast kein Tag, ohne dass es auf der A4 Chemnitz-Dresden in der Baustelle am Dresdner Tor kracht. Am Mittwochmorgen gab es schon wieder einen schweren Unfall. Nach ersten Informationen der Polizei sind drei große LKW verwickelt und ein Kleinlaster. Mindestens ein Mensch soll verletzt worden sein. Die LKW haben sich aber durch die Wucht des Aufpralls so verkeilt, dass die Bergung definitiv länger dauern wird, so der Polizeisprecher weiter. Die A4 wurde in Richtung Dresden gesperrt. Es bildeten sich schnell mehrere Kilometer Stau. Auch die Umleitungsstrecken sind überlastet.
Aktualisierung 12:20 Uhr: Die Unfallstelle wurde inzwischen geräumt. Die Polizei hat weitere Details zum Unfall veröffentlicht:Der polnische Fahrer (56) eines LKW Mercedes Atego fuhr auf einen an einem Stauende stehenden Sattelzug MAN (Fahrer 39, poln. Staatsangehöriger) auf. Der Fahrer (52, tschech. Staatsangehöriger) eines weiteren Sattelschleppers MAN konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß gegen den Mercedes.
Der Mercedesfahrer wurde leicht verletzt. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von rund 50.000 Euro.
Diskussion über Kontrollen in sozialen Medien
Die Unfallhäufung wird auch in den sozialen Medien hitzig diskutiert. Mehrere Nutzer fordern häufigere Kontrollen. Per Twitter teilte die Polizei mit, dass die Kollegen der Verkehrspolizei täglich unterwegs sind. Als einen Hauptgrund für die täglichen Unfälle sieht die Polizei den zu geringen Sicherheitsabstand. Man kontrolliere aber regelmäßig - auch per Hubschrauber - um Verstöße zu ahnden. Man stehe ständig im Kontakt mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr und gebe Empfehlungen ab, wie man die Situation kurzfristig entschärfen könnte. Die Behörde kann z.B. Tempolimits oder Überholverbote an Unfallschwerpunkten einrichten.
Ein zu geringer Sicherheitsabstand ist leider eine häufige Ursache für Unfälle. Aus diesem Grund führen wir regelmäßige Kontrollen - unter anderem auch mit dem Polizeihubschrauber - durch, um die Abstände zwischen Fahrzeugen zu messen und Verstöße zu ahnden. *je
— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) 1. August 2018