- Gelbe Beine, dunklerer Körper und etwas kleiner als heimische Tiere: So sieht die invasive asiatische Hornisse aus.
- Durch das Aufstellen sogenannter Dochttöpfe kann man relativ einfach prüfen, welche Insektenarten sich in der näheren Umgebung befinden.
Erstmals nachgewiesen: Asiatische Hornisse breitet sich in Leipzig aus
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist erstmals in Sachsen nachgewiesen worden. Das meldet der Nabu. Experten haben das Tier im Leipziger Stadtteil Grünau entdeckt.
Friedlich und aggressiv
Gegenüber Menschen verhält sie sich zwar meist friedlich, sie ist laut den Experten aber eine höhere Gefahr für Bienen und die heimische Landwirtschaft. In der Nähe von Nestern sei Vorsicht geboten, da die Tiere diese aggressiv verteidigen.
So kann man herausfinden, ob welche in der Nähe sind
Mit Dochttöpfen können die Hornissen angelockt werden. Befinden sich welche in der Nähe, kommen sie in der Regel innerhalb von etwa 24 Stunden mal vorbei. Als Lockstoff könne man laut Nabu folgendes reintun: 300 ml dunkles Bier, 300 ml Weißwein und 300 ml Fruchtsirup. Verwenden könne man zum Beispiel ein gewöhnliches Marmeladenglas mit Loch im Deckel, wo dann der Docht heraus guckt. Dann das Glas mindestens in einer Höhe von einem Meter auf freier Fläche aufstellen ...
Sie breitet sich schon seit über 20 Jahren rasant in Europa aus
Erstmals in Deutschland nachgewiesen wurde die Asiatische Hornisse 2014, in Europa 2004. „Vermutlich gelangte die Art über Transportwege von Übersee nach Frankreich und breitete sich von dort stark in Europa aus“, so ein Nabu-Sprecher. „Seit 2018 nimmt ihre Verbreitung auch in Deutschland rasant zu.“
In Frankreich und Spanien verursache sie bereits erhebliche Schäden in Imkerei und Landwirtschaft. Es sei daher wichtig, ihre Ausbreitung genau zu beobachten und einzudämmen. Der Nabu ruft deshalb dazu auf, Sichtungen zusammen mit einem Belegfoto an die Behörden zu melden.

