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Silberweg Freiberg: erste zwei Figuren enthüllt

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Der neue Silberweg in Freiberg nimmt Gestalt an. Mit dem „Entdecker“ am Schloßplatz und dem „Türmer“ an der Petrikirche stehen jetzt die ersten beiden Figuren.

„Mit dem Silberweg bieten wir zukünftig neben dem Familienwanderweg Entdecker-Spur einen zweiten tollen Erlebnisweg durch unsere wunderschöne historische Altstadt“, lädt Sven Krüger, Oberbürgermeister der Stadt Freiberg, ein. „Ein großartiges Projekt, das dazu beiträgt, unsere Silberstadt und das Thema Silber noch besser “erlebbar„ zu machen, einfach einzigartig.“

Schritt für Schritt stellt die Stadt Freiberg bis Ende Juni insgesamt elf überlebensgroße silberne Figuren auf. Sie alle sind von Künstlern geschaffen worden, die über einen Kunstwettbewerb auserkoren wurden.
Der rund drei Kilometer lange Silberweg durch Freibergs mittelalterliche Altstadt verbindet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und verspricht Montan- und Stadtgeschichte zum Anfassen, Fotografieren und Erleben. Der Rundweg kann in etwa 60 bis 90 Minuten absolviert werden und ist besonders für Familien geeignet. So führt er auch zu Grünbereichen, Plätzen zum Ausruhen und Spielplätzen.

Umgesetzt wird das Projekt mit zahlreichen Partnern, welche die einzelnen Stationen zum Leben erwecken. Mit dabei sind die TU Bergakademie Freiberg, das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft, die Ev.-luth. Domgemeinde Freiberg, der Fremdenverkehrsverein Freiberg, die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft e.V. (HFBHK), das Kinder- und Jugendparlament der Stadt Freiberg (KIPA), das Mittelsächsische Theater und die Petrikirche.

1.        Station „Entdecker“ am Schloßplatz:
Die erste Station ist zugleich Startpunkt der Tour auf dem Silberweg. Der „Entdecker“ lädt ein, die weiteren Figuren entlang des Weges zu besuchen und gemeinsam mit ihnen die Silberstadt zu erkunden. Geschaffen hat die Figur Ekaterina Kovalenko. Das zentrale Thema der Künstlerin ist „die untrennbare Verbindung zwischen Körper und Bewusstsein“. Sie stammt aus Moskau, lebt und arbeitet in Berlin. Sie bemühe sich, „Werke zu schaffen, die es den Betrachtern ermöglichen, ein Gefühl der Präsenz zu spüren und sich mit sich selbst in Verbindung zu setzen.“ Die Figur hat sie „freundlich“ gestaltet, sie wirkt offen und neugierig, schaut aufmerksam aufs Stadtmodell. Die Pinselstreifen auf der Oberfläche lassen die Figur leicht in ihrer Bewegung wirken. Der spielerische Charakter wird mit der kleinen Maus umgesetzt, die sich an jeder der Figuren versteckt. Wer findet sie?

2.        Station „Türmer“ am Petriplatz:
Den „Türmer“ an der zweiten Station hat die in Chemnitz geborene Bildhauerin und Malerin Erika Harbort kreiert. Die Figur ist durch schwere Arbeit gebeugt. Sie trägt typische mittelalterliche Kleidung mit einem Umhang, welche die Lebensumstände, wie Armut, in dieser Zeit repräsentieren soll.

Weitere neun Figuren des Silberwegs sind geplant: Carlowitz, Kurfürstin Anna, Eierscheckenbäcker, Nachtwächter, Schauspielerin Caroline, Ottos Löwe, spielender Klaubejunge, Humboldt und Glücklicher Bergmann. Der Weg soll bis Ende Juni komplett begeh- und erlebbar sein.

Digital ergänzen wird beide Erlebniswege bald die „Silberstadt® Freiberg“ App, welche sowohl die „Entdecker-Spur“ als auch den „Silberweg“ begleitet. Informationen zur Stadt, ihrer spannenden Geschichte und Persönlichkeiten werden ergänzt um Videos, Spiele und Entdecker-Tipps, so dass die Geschichte Freibergs direkt vor Ort erlebbar wird.

Auch analog ist noch einiges geplant: Ein Rätsel- und Entdecker-Block für Kinder wird im Sommer folgen.