Stadt am Reißbrett geplant
Der Grundriss von Marienberg ist im Stadtzentrum noch so erhalten wie er vor gut 500 Jahren angelegt wurde und zwar ganz regelmäßig quadratisch. Nach dem großen Berggeschrey hatte Herzog Heinrich der Fromme am 27. April 1521 die Gründungsurkunde ausgefertigt. Die Planung übernahm dann Ulrich Rülein von Calw und der fertigte alles am Reißbrett.
Das besondere dabei ist, dass schon damals die Straßen in ihrer heutige Breite geplant wurden und so auch den modernen Verkehr aufnehmen können. Zur Stadtgründung hatte das aber einen ganz anderen praktischen Nutzen. Die breiten Straßen sorgten für eine gute Belüftung und beugten so auch der Ausbreitung von Seuchen vor. Außerdem wurden die Häuser so geplant, dass auch alle Innenhöfe etwas Sonnenlicht abbekommen.
Heute gehört der historische Stadtkern zum Welterbe er Montanregion Erzgebirge.
Gefördert durch die Sächsische Landesmedienanstalt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


