Statistik: Erzgebirge sicherster Landkreis in Sachsen

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Der Erzgebirgskreis ist - statistisch gesehen - der sicherste Landkreis in ganz Sachsen. Das zumindest geht aus der Kriminalitätsstatistik hervor, die gerade vorgestellt wurde.

Erfasst wurden im letzten Jahr 10.129 Straftaten, das sind nochmal 1.674 weniger als 2017. Ein Rückgang um mehr als 14 Prozent.

Im Einzelnen gab es deutlich weniger Sachbeschädigungen, Körperverletzungen, Wohnungseinbrüche und auch Diebstähle allgemein. Einzige Ausnahme: Es wurden mehr Fahrräder gestohlen als im Vorjahreszeitraum.

6.838 Fälle konnten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote beträgt 67,5 Prozent.

Polizeipräsidentin Sonja Penzel: „Auch wenn die Straftatenzahlen rückläufig sind, wird die Polizeidirektion Chemnitz die regionalen Besonderheiten und nicht zuletzt den Grenzbezug des Erzgebirgskreises im Blick haben und die Präsenz im ländlichen Raum sichtbar erhöhen. Dabei werden wir auch regelmäßig von Beamten der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt.“

Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist im vergangenen Jahr um 177 Fälle auf 788 Fälle gesunken. Die Aufklärungsquote liegt bei 96,6 Prozent.

Dazu Polizeipräsidentin Sonja Penzel: „Die rückläufigen Fallzahlen sollten nicht darüber hinweg täuschen, dass im Bereich der Rauchgiftkriminalität auch weiterhin ein breites gesellschaftliches und polizeiliches Engagement erforderlich ist. Insbesondere Präventionsmaßnahmen, die frühzeitig ansetzen und sich gegen Drogenkonsum richten und dessen Folgen unverblümt aufzeigen, sehe ich als Ansatzpunkt.

Denn Rauschgiftkriminalität wirkt sich auch auf andere Kriminalitätsbereiche aus. Beschaffungskriminalität ist oftmals auch Diebstahlskriminalität. Im vergangenen Jahr wurden im Erzgebirgskreis 149 Diebstahlshandlungen und acht Raubhandlungen durch Konsumenten harter Drogen begangen.“

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Polizeisprecherin Jana Ulbricht