Storchen-Horst in Seiffen
Einige Anwohner der Seiffener Wettinhöhe haben kürzlich einen Horst für Weißstörche gebaut. Im vergangenen Jahr hatte man nämlich etwa sechs Wochen lang regelmäßig Weißstörche hier gesehen. Das hat uns André Köhler erzählt. Er hat die private Initiative koordiniert. Das sei immer wieder ein schönes Naturschauspiel gewesen, wie der Vorsitzende des Seiffener Rassegeflügelvereins betonte. „Man konnte die Uhr nach ihnen stellen. Mit dem Einbruch der Dämmerung waren sie da", so Köhler. Die aus einigen Anwohnern der Wettinhöhe bestehende Gruppe um André Köhler fragte sich nun, ob Seiffen den Störchen generell gute Lebensbedingungen bieten würde. Dann könnten sie sich ja dauerhaft hier niederlassen und vielleicht auch brüten. Eine Anfrage bei der Naturschutzbehörde ergab, dass diese Vögel hier ausreichend Nahrung finden müssten. Frösche und Mäuse stehen bevorzugt auf ihrem Speisenplan. Die Störche können auf den Weideflächen und den Sumpfwiesen in und um Seiffen herum jagen. Zum Bleiben anregen wollen sie die Störche nun mit dem extra dafür gebauten Horst. Der steht seit dem 13. März auf der Wettinhöhe. Etwa neun Meter reckt sich der Fichtenstamm in die Höhe. Darauf thront ein Wagenrad mit mehreren Speichen. Das Nest haben die Seiffener aus Weiden-, Ahorn- und Birkenreisig geformt. Die Untere Naturschutzbehörde gab den einen oder anderen hilfreichen Ratschlag.