Tage der Industriekultur bieten Blick hinter die Kulissen
Mehr als 70 Unternehmen in Westsachsen öffnen ihre Türen für eine ganz besondere Spätschicht: Bei den Tagen der Industriekultur können Besucher vom 21. bis 23. September bei Automobilzulieferern, Maschinenbauern, Textilunternehmen oder auch Pharmaherstellern einen Blick in die Produktion werfen. "Industriekultur ist etwas, das lebt und sich immer weiterentwickelt", sagte Ina Klemm, Geschäftsführerin der Tourismusregion Zwickau am Donnerstag bei der Programmvorstellung am Donnerstag. Die Tage der Industriekultur gibt es in Chemnitz bereits zum neunten Mal, Zwickau ist zum zweiten Mal dabei. Neben Führungen am Freitag gibt es an dem Wochenende Sonderaktionen in Museen, spezielle Stadtführungen und ein Kulturfestival in einer alten Chemnitzer Fabrikhalle. So kann man beispielsweise in der Tuchfabrik Gebrüder Pfau in Crimmitschau erleben, wie die Tuchherstellung einst ablief. Das Museum wird 2020 einer von insgesamt sieben Standorten der 4. Sächsischen Landesausstellung sein. Aktuell bereite man dazu den Veranstaltungskalender für das "Jahr der Industriekultur" vor, das begleitend zur Landesausstellung geplant ist. "Idee dahinter ist es zu zeigen, dass das Thema Industriekultur alles andere als angestaubt ist. Außerdem möchten wir auch dafür sensibilisieren, über welche Innovationskraft die Region heute verfügt", sagte Klemm. Für die beteiligten Unternehmen ist die Aktion der Touristiker gleichzeitig eine gute Gelegenheit, sich in Zeiten des Fachkräftemangels als Arbeitgeber zu präsentieren. "Der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft. Wenn wir auf diese Weise Mitarbeiter gewinnen können, warum nicht", sagte Geschäftsführer Nico Beltrame von Westfalia Presstechnik mit Sitz in Crimmitschau. Das Unternehmen beliefert die Automobilindustrie unter anderem mit Bauteilen für Sitze, Karosserie oder Fahrwerk. (dpa)Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung für die Führungen.