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Teildetonation bei Fliegerbombe an Löbtauer Straße in Dresden

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Die Entschärfung der Fliegerbombe an der Löbtauer Straße in Dresden zieht sich weiter hin. Die Polizei geht davon aus, dass die Arbeiten noch mehrere Stunden dauern. Am späten Abend war die Bombe zum Teil detoniert, als der Zünder entfernt wurde. Ein lauter Knall war zu hören.  Nun muss sich die Bombe abkühlen, bevor die Sprengstoffexperten den Bereich wieder betreten können.Alle Sperrungen bleiben bestehen, deshalb muss im Berufsverkehr wieder mit massiven Behinderungen gerechnet werden.  +++ Update 07:58 Uhr Nach der Explosion in der Nacht brennt es im Gefahrenbereich noch immer. Die Polizei hat sich aus der Luft einen Überblick verschafft. Die Experten können aber erst wieder ran, wenn sich alles von selbst abgekühlt hat. Durch die Straßensperrungen gibt es in Löbtau, Cotta und Teilen der Friedrichstadt wieder Staus im Berufsverkehr.Straßenbahnen und Busse müssen weiter Umleitung fahren. Die S3 fällt nach Informationen der Deutschen Bahn komplett ausAuch am Dresdner Flughafen gibt es massive Probleme. Viele Flüge wurden gestrichen.

Die Mitteilung der Polizei von 01:05 Uhr:Aktuell gibt es einen Brand am Fundort der Bombe. Daher können die Einsatzkräfte den unmittelbaren Gefahrenbereich nicht betreten. Dies wird erst möglich sein, nachdem das Feuer erloschen und die Bombe ausgekühlt ist. Dies wird mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Ersten Einschätzungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zufolge hat die Zündung der Raketenelemente zu einer Teildetonation der Weltkriegsbombe geführt. In der Folge entzündete sich auch das Dämmmaterial in der unmittelbaren Umgebung.

Da aktuell nicht eingeschätzt werden kann, wieviel Sprengstoff sich noch in der Bombe befindet, geht von dieser weiterhin ein erhebliches Gefahrenpotential aus. Vor diesem Hintergrund bleiben sowohl die Evakuierung des Gebietes, als auch die entsprechenden Straßensperrungen bis auf weiteres bestehen.9000 Menschen in Sicherheit gebrachtRund 9 000 Menschen mussten am Dienstag ihre Wohnungen verlassen, 1 300 nutzen die Notunterkunft der Stadt in der Messe Dresden. Am Mittwochabend mussten weitere 440 Anwohner ihre Wohnungen an der Semmelweisstraße verlassen, da der Evakuierungsradius etwas vergrößert wurde.

#SchlafplatzDD - Welle der Hilfsbereitschaft im Netz

Im Netz gab es am Nachmittag und Abend eine Welle der Hilfsbereitschaft zur Vermittlungn von Schlafplätzen. Über den Hashtag #SchlafplatzDD konnten sich Suchenende oder Anbieter verabreden, um einen Schlafplatz zu vermitteln. Innerhalb kürzester Zeit gab es dutzende Schlafplatz-Angebote, von der Couch, bis hin zu Gästezimmern in Pensionen wurden zahlreiche Angebote gemacht. Aus dem gesamten Stadtgebiet kamen Angebote. Auch die Dresdner Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen hat Räume zur Übernachtung angeboten. Ebenso Familien und Studenten.

Bombe war bei Bauarbeiten freigelegt worden

Bei Bauarbeiten auf der Löbtauer Straße, Ecke Wernerstraße in Dresden war am Dienstagabend (17:10 Uhr) die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.  Nach Einschätzung der Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes handelt es sich um eine fünf Zentner Fliegerbombe englischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg.Bürgertelefon der Stadt Dresden für Anwohner-Fragen: ☎️ 0351-4887666

Größter Einsatz in jüngster Geschichte

Immer noch werden fast jedes Jahr Fliegerbomben in Dresden freigelegt. Mit etwa 9.000 betroffenen Anwohnern handelte es sich diesmal um eine der größten Evakuierungsaktionen der vergangenen Jahre.

REWE-Teamchallenge konnte starten

Die REWE-Teamchallenge ist wie geplant ab 19:00 Uhr am Altmarkt gestartet 20.000 Läufer sind bei Sachsens größtem Firmenlauf an den Start gegangen. Veranstalter und Polizei hatten sich verständigt, dass trotz der Fliegerbombe auf jeden Fall gelaufen werden konnte.

Informationen im Twitter-Ticker der Polizei
Gebündelte Informationen der Stadt Dresden