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Tillich enttäuscht

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Sachsens Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich war Wahlmann in der Bundes­ver­samm­lung, die gestern Chris­tian Wulff zum neuen Bundes­prä­si­denten gewählt hat - aller­dings erst im dritten Wahlgang. Tillich meinte, wenn das die Chance für einen Neustart der scharz-gelben Koali­tion gewesen sei, habe man diese Chance verspielt. Dass es in den ersten zwei Wahlgängen bei Union und FDP so viele Abweichler gab, bezeich­nete Tillich als kein gutes Ergebnis.Sachsens SPD-Frakti­ons­chef Martin Dulig war ebenfalls als Wahlmann dabei. Er sagte uns, er habe dort ein "richtiges demokra­ti­sches Erlebnis" gehabt. Es sei nicht in Blöcken abgestimmt worden. Vielmehr sei die Bewegung der letzten Wochen durch die Kandi­datur von Joachim Gauck auch in der Bundes­ver­samm­lung angekommen.Sachsens grüne Frakti­ons­chefin Antje Hermenau sagte uns, Wulff werde sich davon erholen, erst im dritten Wahlgang Präsi­dent geworden zu sein. Wer das Amt gut ausfülle, der bekomme auch die Anerken­nung der Bürger. Aller­dings habe Kanzlerin Angela Merkel ein Problem dadurch, dass es so viele Abweichler gab.