Tillich will Mehrwertsteuerermäßigung kippen
Noch bevor das Bundeskabinett die angekündigte Sparliste vorlegt, hat sich Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit einem milliardenschweren Sparvorschlag aus der Deckung gewagt. Man könne darüber nachdenken, welche Vergünstigung, für die Geld verschwendet wird, ersatzlos gestrichen werden könnte - etwa ermäßigte Mehrwertsteuersätze. Das sagte Tillich dem Handelsblatt. Mit Blick auf die zahlreichen Ausnahmeregelungen schlug er vor, die steuerliche Erleichterung für Schnittblumen zu knicken. Warum werden Windeln, Kinderkleidung und Spielzeug mit dem normalen Mehrwertsteuersatz belastet, Katzen- und Hundefutter aber nur mit dem ermäßigten Satz - fragt Tillich. Wenn die Ermäßigung abgeschafft wird, könnten jedes Jahr rund 27 Milliarden Euro mehr eingenommen werden.