Tödliche Messerattacke in Zittauer Asylbewerberheim
Bei einer Messerstecherei heute Nachmittag in einem Asylbewerberheim in Zittau ist ein Bewohner ums Leben gekommen. Der 41-jährige Pakistani erlitt nach unseren Informationen Stichverletzungen im Brustbereich. Rettungskräfte hätten ihm nicht mehr helfen können, teilte am Abend die Polizei mit. Er erlag seinen Verletzungen. Ein 24-jähriger Inder wurde festgenommen. Beide hatten zuvor Streit in der an der Sachsenstraße gelegenen Unterkunft.
Die Kripo hat Ermittlungen zum Hergang und zu den Umständen der Tat aufgenommen. Staatsanwaltschaft und Rechtsmedizin sind auf dem Weg zum Tatort.
Landrat Stephan Meyer reagierte bestürzt. Sein Mitgefühl gelte den Angehörigen des Opfers. Zugleich appellierte er an die Öffentlichkeit, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und keine pauschalen Verurteilungen gegenüber Asylbewerbern oder anderen Bevölkerungsgruppen vorzunehmen. „Ich versichere Ihnen, dass wir die Ergebnisse der Ermittlungen transparent und offen kommunizieren werden und möchte auch deutlich sagen, dass wir Gewalt nicht dulden und das Asylrecht verwirkt wird, sollte sich eine Straftat herausstellen.“