Türmer verschläft Stadtbrand
Die Türmer hatten in der Vergangenheit viele Aufgaben. Eine der wichtigsten war, im Falle eines Brandes zügig Alarm zu schlagen. Deshalb musste sich ein Türmer für seine Ruhezeiten auch eine Vetretung suchen. Am 27. April 1604 hatte der Annaberger Türmer das wohl nicht getan und das Folgen für die ganze Stadt. Am Nachmittag brach im Bereich der heutigen Wolkensteiner Straße ein Feuer aus. Da der Türmer nicht Alarm schlug, konnten sich die Flammen schnell ausbreiten und vernichteten das historische Zentrum der Stadt. Übrig blieben nach 12 Stunden lediglich 12 kleine Wohnhäuser am Rande der Stadtmauer.
Als der Türmer erwachte war es schon zu spät. Er versuchte noch zu fliehen, konnte aber unweit der Stadt gefasst werden. Er kam mit dem Leben davon, durfte die Stadt aber nie wieder betreten.
Gefördert durch die Sächsische Landesmedienanstalt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


