Über die Hälfte der Frauen im Erzgebirge arbeitet zu Niedriglohn
Im Erzgebirgskreis arbeiten mehr Frauen als Männer im Niedriglohnbereich. Das teilte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Sabine Zimmermann, mit. Sie hat anlässlich des Internationalen Frauentages Zahlen der Arbeitsagentur ausgewertet. Demnach verdienten Ende 2017 über 55 Prozent der vollzeitbeschäftigten Frauen im Erzgebirge weniger als 2.140 Euro brutto im Monat. Bei den Männern waren es 43 Prozent. Zudem würden deutlich mehr Frauen in Teilzeit arbeiten beziehungsweise einen Minijob haben. Zimmermann forderte in diesem Zusammenhang gleiches Geld für gleichwertige Arbeit. Die Bundesregierung müsse endlich verbindliche Regelungen schaffen. „Insbesondere müssen aber auch Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung überführt werden. Die überwiegend Frauen können ihre Existenz mit einer solchen Beschäftigung nicht sichern. Minijobs sind mangels Alternativen in vielen Fällen erzwungene Teilzeitarbeit." Außerdem seien bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten dringend nötig, insbesondere in den Randzeiten.