Überall im Erzgebirge blöken Osterlämmchen
Vor Ostern gibt es überall Osterlämmchen. So auch im Zoo der Minis in Aue und bei einem Landwirt in Sorgau, einem Ortsteil von Marienberg. In beiden Fällen müssen die Schäfchen das Osterfest nicht fürchten. Sie sind nicht für den Suppentopf gedacht. Im Stall von Bernd Berger in Sorgau sind es an die 60 Osterlämmer. Er hat uns gesagt, dass er seine Ostfriesischen Milchschafe im Alter von zehn bis zwölf Wochen an andere Züchter oder an private Halter verkauft. Die Zeit bis Anfang März ist für Bernd und seine Frau Heike Berger oft recht stressig. Hin und wieder muss der 60-Jährige aber Geburtshilfe leisten. Nimmt die Mutter ein oder mehrere Junge nicht an oder reicht die Milch der Mutter nicht für ihre Lämmer aus, dann zieht sie Heike Berger mit der Flasche auf. Die Rasse züchtet der Sorgauer bereits seit 2001. Er wollte ursprünglich die Milch und den daraus hergestellten Käse verkaufen. Das hat sich aber nicht gelohnt. Viele seiner Kunden halten Ostfriesische Milchschafe als lebende Rasenmäher. Geschlachtet werden auf dem Sorgauer Hof nur ältere Tiere. Ihr Fleisch lässt Bernd Berger zu Wurst verarbeiten. Derzeit leben auf dem Hof etwa 50 weibliche Schafe und vier Böcke.Im Zoo der Minis gibt es zwei Osterlämmchen bei den bretonischen Zwergschafen. Diese Schafe sind übrigens die kleinsten der Welt. Sie werden nur etwa 40 cm groß. Die beiden Jungen sind männlich. Sie bleiben noch mindestens acht Wochen im Tierpark, bevor sie verkauft werden sollen.