++ EIL ++

Veilchen spielen Remis im Sachsenderby

Zuletzt aktualisiert:

Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue müssen im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga weiter zittern. Die beiden sächsischen Traditionsclubs kamen am Sonntag in einem insgesamt enttäuschenden Derby nicht über ein 0:0 hinaus. Die zuvor dreimal in Serie geschlagenen Auer haben als Tabellen-15. nur einen Punkt Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz, die auf Rang 13 abgerutschten Dresdner zwei.Aue muss im Saisonfinale am kommenden Sonntag nun bei den ebenfalls noch abstiegsbedrohten Darmstädtern was reißen, um nicht wieder abzusteigen. Dynamo steht zu Hause gegen den geretteten 1. FC Union Berlin unter Zugzwang.Beide Teams scheuten vor 16 485 Zuschauern im ausverkauften Erzgebirgsstadion das große Risiko, Torchancen blieben deswegen in den ersten 45 Minuten Mangelware. Dresdens Coach Uwe Neuhaus hatte seine Elf auf drei Positionen verändert und stellte zudem mit Moussa Koné und Pascal Testroet auf zwei Stürmer um. Sein Auer Kollege Hannes Drews ließ sein Team dagegen gleich mit fünf Defensiv-Akteuren agieren.Die wenigen Einschussmöglichkeiten, die sich boten, waren fast ausschließlich den Hausherren vergönnt. Clemens Fandrich (10.) traf nach einer Unsicherheit von Dresdens Keeper Marvin Schwäbe nur das Außennetz.Zwölf Minuten später vergab Sören Bertram Aues größte Chance, als er aus spitzem Winkel den Ball genau in Schwäbes Arme schob. Pascal Köpke hatte zuvor die halbe Dresdner Abwehr umkurvt und auf den 26 Jahre alten Stürmer durchgesteckt.Dresdens Hintermannschaft wirkte - wie schon so oft in dieser Saison - nicht sattelfest. Denn auch vier Minuten später sah sie wieder nicht gut aus, als Bertram gegen zwei Dynamos zur Flanke und Dimitrij Nazarov aus zehn Metern völlig frei zum Abschluss kam, aber verzog.Trotz allem zeichnete sich das 90. Sachsen-Derby durch teilweise überharte Zweikämpfe aus. Aues Präsident Helge Leonhardt sprach zuvor vom „Endkampf“ und sein Team nahm diesen an. Auch Dynamo steckte nicht zurück, Erich Berko musste nach einer halben Stunde bereits das Spielfeld verlassen, er hatte von Schiedsrichter Markus Häcker seine letzte Ermahnung erhalten und war stark Gelb-Rot gefährdet. Peniel Mlapa kam für ihn in die Partie.Auch im zweiten Durchgang dominierte der Kampf, über den Aue aber letztlich besser ins Spiel fand. Die „Veilchen“ drängten Dresden immer mehr in deren Hälfte, fanden aber lange Zeit kein Mittel um Torchancen zu kreieren.Eher per Zufall landete ein Querschläger von Nazarov (81.) noch abgelenkt von Schwäbe auf dem Lattenkreuz. Auch in der 91. Minute rettete der Dynamo-Keeper bei Nazarovs Abschluss von der Strafraumkante. Auf der Gegenseite köpfte Florian Ballas (75.) nach einem Eckball nur knapp über das Tor.