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Veilchen verlieren gegen Aufsteiger Kiel

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Das Heimdebüt von Trainer Hannes Drews an der Seiten­linie des FC Erzge­birge Aue ging am Freitag­abend gründ­lich daneben. In der zweiten Fußball-Bundes­liga unter­lagen die Sachsen der Holstein Kiel mit 0:3 (0:2). Vor 8000 Zuschauern schossen Alexander Mühling (15.) und Marvin Ducksch (41.,78.) die Tore für die Gäste aus dem hohen Norden. Durch die Nieder­lage ist auch die Auer Serie von zuletzt drei Spielen ohne Nieder­lage zu Ende gegangen. Die Kieler konnten dagegen mit dem vierten Sieg in Serie die Tabel­len­füh­rung übernehmen. „Wir haben ein paar Prozent­punkte in der Itensität und der Menta­lität vermissen lassen. Das hat der Gegner heute bestraft. Heute hat Kiel die paar Prozent­punkte mehr gegeben. Kompli­ment an sie, die haben das sehr, sehr gut gemacht“, sagte Drews. Dimitrij Nazarov betonte: „Heute haben wir fast alles vermissen lassen, was wir in Ingol­stadt gut gemacht haben.“ Er vermisste die gewon­nenen Zweikämpfe. „So kannst du in der 2. Liga nicht gewinnen. Kiel hat uns den Schneid abgekauft, das darf uns zu Hause nicht passieren.“ Kiel begann von der ersten Minute an druck­voll, presste die Hausherren schon früh in deren eigenen Hälfte. Aue wiederum zeigte sich beein­druckt, war in den Zweikämpfen nicht präsent und lief oft nur hinterher. Vor allem Flügel­spieler Kinksley Schindler war von der „Veilchen“-Abwehr nicht in den Griff zu bekommen.Nach einem Schindler-Zuspiel verzog Mühling (2.) aus guter Position zunächst noch deutlich. Einen erneut vom Flügel­stürmer einge­leitet Angriff schloss Mühling (15.) dann sehens­wert zur Führung ab. Immer wieder konnten die Kieler die Bälle schon in der Auer Hälfte erobern, was auch am ungenauen Passspiel der Sachsen lag. Nach einer solchen Balle­r­obe­rung war es wieder Schindler (33.), der frei im Straf­raum zum Schuss kam, aber genau in die Arme von Torwart Martin Männel schoss.Da Aue aus dem Spiel heraus nichts zustande brachte, musste eine Standard­si­tua­tion für Gefahr sorgen. Chris­tian Tiffert trat einen Freistoß scharf in die Mitte, wo Innen­ver­tei­diger Fabian Kalig (37.) den Ball an den Pfosten köpfte. Die erste nennens­werte Torchance der Auer. Als die Lila-Weißen sich erstmals zu befreien schienen, konterten die Gäste. Nach einer Ablage von Steven Lewerenz knallte Ducksch (41.) den Ball aus gut 16 Metern humorlos in den Winkel.Nach der Pause kam Aue mit viel Wut aus der Kabine. Das Spiel wurde deutlich ruppiger, da nun beide Mannschaften giftig in die Zweikämpfe gingen. Aue übernahm jetzt mehr die Initia­tive. Clemens Fandrich (56.) versuchte es mit einem ersten, noch recht harmlosen Abschluss. Aue war nun besser in der Partie, präsen­tierte sich in der Offen­sive aber zu ideen- und harmlos. In der Schluss­phase wurde Kiel nochmals gefähr­lich. Dominic Peitz (74.) köpfte den Ball gefähr­lich aufs Tor, doch Männel parierte stark. Ein fürch­ter­li­cher Fehlpass am Straf­raum von Dominik Wydra wurde von Ducksch (78.) aufge­nommen, der den Ball platziert im Tor unter­bringen konnte.(dpa)