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Verfassungsschutz hatte Kontakt zur „Gruppe Freital“

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 Das sächsi­sche Landesamt für Verfas­sungs­schutz hatte Kontakt zu einem Mitglied der mutma­ß­lich rechts­ter­ro­ris­ti­schen „Gruppe Freital“. Das hätten Vertreter der Staats­re­gie­rung bei einer Sonder­sit­zung des Landtags­recht­aus­schusses einge­räumt, sagte der rechts­po­li­ti­sche Sprecher der Linken, Klaus Bartl, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. „Dass es Kontakt gab, ist ein einge­räumter Fakt.“ Welcher Qualität er war müsse ebenso noch beleuchtet werden wie die Umstände seiner Anbah­nung.Seitens des Landes­amtes für Verfas­sungs­schutz (LfV) hieß es, dass es im Oktober 2015 ledig­lich einen Kontakt zu einer Person gegeben habe. Dieser habe aber nicht zu einer Zusam­men­ar­beit geführt. Man habe zu keinem Zeitpunkt Infor­ma­tionen über das Wirken der Gruppe aus deren Umfeld und auch kein Täter­wissen erhalten, stellte ein Behör­den­spre­cher klar. Insofern seien alle früheren Aussagen zu mögli­chen V-Leuten im Umfeld der „Gruppe Freital“ korrekt.„Wir sind mit der Aufklä­rung noch nicht fertig. Eine ganze Reihe von Fragen konnten von der Staats­re­gie­rung noch nicht abschlie­ßend beant­wortet werden“, sagte Bartl, der auch Vorsit­zender des Rechts­aus­schusses ist. Das Thema werde deshalb auch bei der nächsten regulären Sitzung in der kommenden Woche weiter behan­delt.Bei der von den Linken beantragten Sonder­sit­zung waren am Donnerstag Vertreter des Innen- und Justiz­mi­nis­te­riums, der Landes­po­lizei und der General­staats­an­walt­schaft befragt worden.Mitglieder der „Gruppe Freital“ werden beschul­digt, eine rechts­ter­ro­ris­ti­sche Verei­ni­gung gebildet und mehrere Spreng­stoff­an­schläge vor allem gegen Flücht­lings­un­ter­künfte verübt zu haben. Sieben Männer und eine Frau sollen sich vor Gericht unter anderem wegen versuchten Mordes verant­worten. Die Ermitt­lungen führte der General­bun­des­an­walt. (DPA)