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Verteidiger-Plädoyers im NSU-Prozess sollen beginnen

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Nach bald fünf Jahren Dauer soll der NSU-Prozess am Donnerstag (9.30 Uhr) womöglich in seine letzte Etappe gehen. Das Gericht will als nächstes der Verteidigung der Hauptangeklagten Beate Zschäpe das Wort für deren Plädoyer geben - zunächst den beiden Vertrauensanwälten der mutmaßlichen Rechtsterroristin, Mathias Grasel und Hermann Borchert. Am Mittwochnachmittag war es nur deshalb nicht dazu gekommen, weil Zschäpe über Übelkeit und Kopfschmerzen klagte, von einem Arzt untersucht wurde und der Prozess unterbrochen wurde.  Die Bundesanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer lebenslange Haft für Zschäpe verlangt und ihr Mittäterschaft an allen Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ vorgeworfen. Dazu zählen neun Morde an türkisch- und griechischstämmigen Gewerbetreibenden aus Fremdenhass. Die Schlussvorträge der Verteidigung hatten sich zuletzt mehrfach verzögert, unter anderem wegen immer neuer Beweis- und Befangenheitsanträge des Mitangeklagten Ralf Wohlleben. (dpa)Update 09:03 Uhr: Das OLG München hat soeben mitgeteilt, dass der Verhandlungstag abgesetzt wurde. Der Prozess wird am 10. April fortgesetzt.