„Ich seh' Sie!“ - Straftäter in Zittau werden gefilmt
Bitte recht freundlich – und bald schon in Handschellen! Heißt es nun auch in Zittau. Die Polizei jagt Diebe, Einbrecher und andere Straftäter jetzt mit Videoüberwachung, so wie schon seit 2019 in Görlitz. Sachsens Innenminister Armin Schuster hat heute das Startzeichen gegeben.
Mit dem sogenannten Personen-Identifikations-System – kurz „PerlS“ - sollen Straftaten schneller aufgeklärt und Täter abgeschreckt werden. Standorte sind an der Friedens- und der Chopinstraße sowie an der B 178 in Zittau. In Görlitz ging seit der Inbetriebnahme des Kamerasystems vor mehr als vier Jahren die Zahl der Einbrüche und Diebstähle spürbar zurück. So wurde mit Hilfe der Aufnahmen z.B. auch eine in Baden-Württemberg agierende Enkeltrickbetrüger-Bande dingfest gemacht.
Die Kameras liefern gestochen scharfe Bilder- ob am Tag oder in der Nacht und bei jedem Wetter. Die Aufnahmen werden bei konkretem Anlass in der Polizeidirektion Görlitz ausgewertet, ihre Nutzung erfolgt auf Anweisung der Staatsanwaltschaft. Nach 96 Stunden sollen die Bilder gelöscht werden.
Die sieben Kamerasäulen in Zittau haben samt Software und Anschluss an das Strom- und Glasfasernetz knapp eineinhalb Millionen Euro gekostet.