Viel Solidarität mit Weihnachtsmarkthändlern

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Überall im Erzgebirge solidarisieren sich Menschen mit den Weihnachtsmarkthändlern. Während der Einzelhandel wenigstens mit 2G öffnen darf, sind die Märkte ja komplett verboten.

Aber Not macht erfinderisch. In Freiberg zum Beispiel will Oberbürgermeister Sven Krüger helfen und leer stehende Geschäfte vermitteln. Und zwar an Händler, die ihre verderbliche Waren wie gebrannte Mandeln, Pfefferkuchen oder Stollen sonst nicht los werden. Die Christmarkt-Buden bleiben stehen in Freiberg. Vielleicht kann man später doch noch öffnen.

Krüger will auch dem Stadtrat vorschlagen, im nächsten Jahr auf Standgebühren für den Freiberger Christmarkt zu verzichten. „Beispiel hierfür ist unser Verzicht auf die Sondernutzungsgebühren, durch die wir den Freiberger Einzelhändlern und Gastronomen in den Jahren 2020 und 2021 rund 100.000 Euro Gebühren erlassen und damit unseren Beitrag zur Überwindung der wirtschaftlich schwierigen Situation erbracht haben.“

„Mit dem Verzicht auf Standgebühren möchte ich Anreize für Händler zu schaffen. Denn unser Christmarkt ist Teil einer erzgebirgischen Tradition, die Touristen anlockt, Kinder begeistert und Begegnungen und Auszeit für alle schafft. Wir sind das Weihnachtsland in Deutschland und das muss so bleiben. Ich rufe in dieser schwierigen Situation alle Freiberger auf, das Gemeinsame zu sehen, und nicht das Trennende zu suchen. Denn es wird auch eine Zeit nach Corona geben, in der wir uns alle gemeinsam in Freiberg wohlfühlen wollen“, sagt Krüger.

Zwei Total-Tankstellen in Oederan und Marienberg stellen ihre Tankstellenshops kostenlos zur Verfügung für einheimische Hersteller erzgebirgischer Volkskunst.

Und den „Original Annaberger Weihnachtsmarkt-Glühwein” gibt es eben jetzt in Flaschen, online zum Bestellen für Zuhause (per Mail: bar@apelino.de oder info@mosterei-mildenau.de). Oder zu Kaufen zum Beispiel  beim Honighäusl Cunersdorf oder im Edeka Schwarzenberg.

Audio:

Sven Krüger, Oberbürgermeister von Freiberg