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Von Flutwelle erfasst: Arbeiter ertrinkt in Werdau

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In Werdau ist ein 38-Jähriger bei Reini­gungs­ar­beiten an einem Abwas­ser­kanal in der Ziegel­straße von einer Flutwelle überrascht worden und ertrunken. Der Angestellte einer Gärtnerei hatte mit einem Kollegen versucht, einen Kanal­ein­lauf zu reinigen. Dabei rutschte er ab und geriet in den Sog der plötz­li­chen Flutwelle, die von einem überge­lau­fenen Regen­rück­hal­te­be­cken stammte. Sein Kollege konnte ihn nicht festhalten. Erst nach fünf Stunden konnte die Leiche geborgen werden.

Nach ergie­bigen Regen­fällen ist auch die Pleiße zeitweise über die Ufer getreten. In Langen­hessen und Neukir­chen wurden Straßen und Gärten überflutet. Der Flutscheitel wurde am frühen Nachmittag erreicht. Erschwe­rend kam in Neukir­chen hinzu, dass der Damm eines Privattei­ches gebro­chen war. Das Wasser ergoss sich aber über unbewohntes Gebiet. 

Überall in Sachsen rüsten sich Behörden und Einwohner für ein mögli­ches Hochwasser in den nächsten Tagen. Derzeit werden die gut gefüllten Talsperren und Hochwas­ser­rück­hal­te­be­cken auf ihr normales Niveau geleert, hieß es aus dem Umwelt­mi­nis­te­rium. Zudem werden die Flüsse und Bäche von Geröll beräumt. Nach den derzei­tigen Prognosen ist bis nächste Woche Dienstag immer wieder mit starken Regen­fällen zu rechnen.