- Dirk Panter (Archivfoto)
VW-Werk Zwickau: Wirtschaftsminister fordert Lösungen für die Zukunft
Nach der gestrigen Entscheidung des VW-Aufsichtsrates gegen das Zwickauer Werk sieht Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter weiterhin eine Zukunftschance nach 2031. Der SPD-Politiker fordert den Vorstand in Wolfsburg auf, jetzt umgehend eine wirtschaftlich tragfähige Alternative für den Standort vorzulegen. Als eine Möglichkeit bringt der Wirtschaftsminister erneut ins Spiel, die Produktion von wettbewerbsfähigen VW-Modellen, die derzeit in China gebaut werden, intensiv für Zwickau zu prüfen. Um sich direkt mit der Belegschaft und der Werksleitung in Mosel abzustimmen, brach Panter seine Vietnam-Reise ab.
Betriebsrat: Situation jetzt nicht grundlegend anders
Der VW-Betriebsrat zeigt sich relativ gelassen. Die Situation in Mosel habe sich nicht grundlegend geändert, erklärte der Vorsitzende Mario Albert. Die entscheidende Frage, wie es für Zwickau langfristig weitergeht, bleibe jedoch offen. Die Belegschaft brauche Klarheit und eine verlässliche Perspektive über das Jahr 2030 hinaus. Albert fordert den Vorstand auf, tragfähige Lösungen vorzulegen: „Dabei geht es nicht nur um die Zukunft unseres Fahrzeugwerkes. Es geht um Arbeitsplätze und um weit mehr als unser Werk. Es geht um die Zukunft einer ganzen Region. Dafür werden wir weiter mit aller Kraft kämpfen.“
