• Mitten im Wald wird der Kalkkübel aufgefüllt. Etwa eine Tonne wiegt der Behalter samt Kalk jedes Mal. Foto: Jan Görner

  • Pilot Josef Bachleitner kurz vor dem Start im Cockpit des Helikopters. Modernste GPS-Technik und Karten unterstützen ihn bei seiner Arbeit.

    Foto: Jan Görner

Wälder rund um Marienberg werden gekalkt

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Im Forstbezirk Marienberg wird wieder gekalkt. Diesmal sind unter anderem Flächen in den Revieren Marienberg, Gelobtland und Reitzenhain an der Reihe. Etwa 3.600 Tonnen Kalk werden hier in den nächsten vier bis fünf Wochen ausgebracht.

Rund 400.000 Euro wird die Maßnahme kosten. Das Geld stammt aus Fördermitteltöpfen. Eigentümer von Privat- oder Körperschaftswäldern bekommen ihre Flächen kostenlos gekalkt. Sie stehen in enger Verbindung mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst.

Eine besondere Herausforderung stellt die Berücksichtigung der Moore, Hanglagen, Bachtälchen und offenen Landschaften dar. Diese dürfen nicht mit gekalkt werden. Den Piloten helfen dabei modernste GPS-Technik und natürlich jede Menge Erfahrung.

Durchgeführt wird die Kalkung, um in den Boden gelangte Schadstoffe, vor allem Schwefeldioxid, zu kompensieren und einer weiteren Bodenversauerung entgegenzuwirken“, erklärte Sascha Söhl vom Forstbezirk. Zurückzuführen sind die sauren Waldböden auf den enormen Schwefeldioxideintrag bis zur Wende. Dass diese Maßnahmen Wirkung tragen, beweist ein umfassendes Monitoring, das auch Untersuchungen des Waldbodens einschließt.

In den vergangenen Jahren sanken die Intervalle der Kalkungen. Wurden die Reviere früher noch aller fünf Jahre gekalkt, so ist das mittlerweile nur noch alle zehn, zwölf oder gar 15 Jahre notwendig. Auf Pilze und Beeren wirkt sich der Kalk nicht aus. Sie müssen vor dem Verzehr nur gewaschen werden.

Audio:

Sascha Söhl im Interview