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Warnstreik bei Auerhammer in Aue

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Beim Metallwerk Auerhammer in Aue hat ein mehrstündiger Warnstreik begonnen. Die Beschäftigten aller Schichten sind aufgerufen bis 17.30 Uhr ihre Arbeit niederzulegen.

Die IG Metall fordert unter anderem eine Angleichung der Löhne im Metallwerk an den Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen, außerdem besseren Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen für alle Beschäftigten.

Nach fünf Verhandlungsrunden und einigen Protestaktionen der Belegschaft habe sich die Arbeitgeberseite bisher nur minimal bewegt, heißt es von der Gewerkschaft. Die IG Metall möchte mit dem Warnstreik Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen bringen, die zeitnah fortgesetzt werden sollen.

Infos der IG Metall: „Das sind unsere Kernforderungen in der Tarifrunde 2021:

VOLUMEN Wir fordern ein Volumen von 4 Prozent. Warum Volumen? Weil die Situation in den Betrieben sehr unterschiedlich ist – wo es in krisengebeutelten Betrieben um Beschäftigungssicherung geht, könnte die Erhöhung bspw. in die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes fließen. Der Laden brummt? Dann sollen die Kolleginnen und Kollegen 4 Prozent mehr in der Entgelttabelle sehen! Auch so kurbelt man Nachfrage und Wirtschaftswachstum an.

ZUKUNFT Transformation und Zukunft geht nur im Miteinander: Gemeinsam mit den Beschäftigten das Morgen gestalten – mit Zukunftstarifverträgen!

ARBEITSZEIT 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Angleichung mehr als überfällig – keine Unterschiede mehr zwischen Ost und West bei der Arbeitszeit. Wir fordern ein tarifliches Angleichungsgeld und zwar jetzt!

ÜBERNAHME Die Fachkräfte von morgen sind die Azubis von heute – wir fordern die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten!“