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Warnstreiks auch in Sachsen

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Die Gewerk­schaft Verdi will in der kommenden Woche zu Warnstreiks im öffent­li­chen Dienst in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufrufen. „Wir wollen am Montag entscheiden, wann und wo“, sagte Verdi-Landes­be­zirks­leiter Oliver Greie am Donnerstag auf Anfrage in Leipzig. „Und wir wollen klein anfangen, um den Arbeit­ge­bern Zeit zum Nachdenken und zum Nachbes­sern vor der zweiten Runde der Tarif­ver­hand­lungen zu geben.“  Verdi und der Beamten­bund dbb fordern für die Beschäf­tigten sechs Prozent mehr Lohn. Die Arbeit­geber lehnen das als zu hoch ab. Ein weiterer strit­tiger Punkt ist die betrieb­liche Alters­ver­sor­gung in den Kommunen. „Wir wollen keine Leistungs­ein­schnitte“, so Greie.   „Wir planen flächen­de­ckend Warnstreiks in allen drei Ländern.“ Betroffen sein können laut Greie der öffent­liche Nahver­kehr, Straßen­meis­te­reien, kommu­nale Kranken­häuser und auch Kinder­gärten. Allge­mein sollten Kitas, die im Vorjahr ihre Streik­fä­hig­keit bewiesen hätten, jedoch nicht gleich als erste aufge­rufen werden. Zudem sollen zuvor die Eltern infor­miert werden, damit sie auf Schlie­ßungen reagieren können.  Die zweite Tarif­runde für rund zwei Millionen Beschäf­tigten von Bund und Kommunen soll am 11. April statt­finden. Der Beamten­bund kündigte unter anderem Aktionen für Mittwoch in Erfurt an. (dpa)