Warum sich Wölfe mitten in Sachsen nicht wohlfühlen
Mehr als 140 Übergriffe durch Wölfe auf Schafe und andere Nutztiere. Dabei wurde in diesem Jahr rund 570 Tiere getötet und verletzt, informierte heute die Fachstelle Wolf im Landesumweltamt. Im vergangenen Jahr gab es 275 Risse. In Sachsen leben aktuell 37 Wolfsrudel, außerdem sechs Wolfspaare.
In 33 der 43 sächsischen Territorien wurde Nachwuchs bestätigt - insgesamt 106 Welpen. Die meisten Wolfsterritorien befinden sich in Ostsachsen. Vergleichsweise viele Wölfe gibt es auch in Nordsachsen mit sieben Territorien, dazu kommen einige Tiere im Erzgebirge. In der Mitte Sachsens gibt es dagegen bislang keine ansässigen Wölfe. Dort fühlt sich Isegrim offenbar nicht so wohl. Der Wolf brauche ausreichend Beutetiere und Rückzugsräume, so Vanessa Ludwig von der Fachstelle Wolf.
24 Wölfe kamen im vergangenen Monitoringjahr bei Verkehrsunfällen ums Leben. Vier auffällige Tiere seien gezielt im Rahmen des Wolfsmanagements getötet worden. Vier Wölfe wurden jedoch auch illegal getötet, zwei davon wurden abgeschossen und zwei verendeten, weil sie mit Draht präparierte Fleischköder gefressen haben. In diesen Fällen ermittelt das Landeskriminalamt. (dpa/red)