Was bewegt das Erzgebirge?

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Ab sofort hören Sie bei uns überraschende und spannende Antworten aus dem Erzgebirge. Denn wir wollen wissen: Was bewegt unsere Region?

In den vergangenen Wochen haben wir die Menschen im Erzgebirge zusammen mit dem renommierten Marktforschungsinstitut IFAK nach ihrer Meinung zu ganz vielen verschiedenen Themen befragt.

Die Radio Erzgebirge-Umfrage ist repräsentativ für die internetnutzende Bevölkerung in der gesamten Region bzw. ganz Sachsen und wurde im Zeitraum vom 27. August bis 7. September auf Grundlage wissenschaftlicher Anforderungen durchgeführt.

Wir veröffentlichen jede Woche spannende neue Themen:

Nur jeder Dritte im Erzgebirgskreis "männelt" bis zur Lichtmess

Der zweite Februar ist traditionell der letzte Tag der Weihnachtszeit im Erzgebirge. Mit der Lichtmess sollte die Weihnachtsdekoration wie Schwibbogen und Pyramide verschwunden sein.

In der Tat "männelt" aber nur jeder Dritte im Erzgebirgskreis bis zur Lichtmess und verstaut stattdessen seine Weihnachtssachen schon vorher. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag unseres Senders. 40 Prozent hingegen halten sich an die "Lichtmess" und räumen den Schmuck erst danach weg.

14 Prozent lassen zumindest die Fensterdeko stehen. Weitere 14 Prozent der Befragten meinten, dass sie sowieso nicht viel bis gar nicht zur Weihnachtszeit schmücken.

Wie ist das bei Ihnen, lassen Sie alle Männeln bis Lichtmess stehen?

Viele Klassenkameraden der Erzgebirger sind in der Heimat geblieben

Viele Klassenkameraden der Bewohner im Erzgebirgskreis sind in der Region geblieben. Das kam bei der repräsentativen "Was bewegt das Erzgebirge?"-Umfrage im Auftrag unseres Senders heraus.

Demnach sind bei gut jedem Dritten der Befragten die Klassenkameraden noch in der Heimat. Gut 32 Prozent wissen das zumindest von einigen wenigen ehemaligen Mitschülern.

Keine Klassenkameraden mehr in der Region haben 11 Prozent der Befragten angegeben. Jeder Fünfte weiß nicht was aus seinen Mitschülern geworden ist.

Sind Ihre früheren Klassenkameraden zum Großteil hier im Erzgebirge geblieben?

Erzgebirger sind sachsenweit am ehrlichsten mit dem Krankenschein

Die Menschen im Erzgebirgskreis sind sachsenweit am ehrlichsten, was den Umgang mit dem Krankenschein angeht. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag unseres Senders.

Nur 17 Prozent haben sich schon mal eine Krankschreibung beim Arzt geholt, obwohl ihnen nichts fehlte. Allerdings: Während nur 12 Prozent der Frauen zugaben, beim Arzt geflunkert zu haben, war es bei den Männern jeder fünfte.

Spitzenreiter beim Schummeln sind die Leipziger, wo jeder dritte Befragte zugegeben hat, den Arzt für einen Krankenschein schon mal belogen zu haben. 

Haben Sie schon einmal bei einem Arzt eine Krankheit/ein Unwohlsein vorgetäuscht, um eine längere Krankschreibung zu bekommen?

Fast jeder Zweite sieht Annaberg-Buchholz als Hauptstadt des Erzgebirges

Annaberg-Buchholz wird als Herz des Erzgebirges anerkannt. Das hat die repräsentative "Was bewegt das Erzgebirge?"-Umfrage im Auftrag unseres Senders gezeigt.

Wir hatten gefragt: "Wenn das Erzgebirge eine Hauptstadt hätte - welche wäre es ihrer Meinung nach?" 43 Prozent meinten Annaberg-Buchholz. Ein gutes Viertel meinte, Aue wäre das mögliche Zentrum unserer Region.

Auf den hinteren Plätzen landeten Freiberg, Schneeberg und Oberwiesenthal. 19 Prozent nannten eine andere Stadt.

Wenn das Erzgebirge eine Hauptstadt hätte, dann wäre es…

Die Mehrheit der Erzgebirger interessiert sich nicht für Fußball

Die Mehrheit der Menschen im Erzgebirgskreis interessiert sich nicht für Fußball. Das ist bei der repräsentativen "Was bewegt das Erzgebirge?"-Umfrage im Auftrag unseres Senders herausgekommen.

Die Frage war eigentlich "Sind sie Fan von Erzgebirge Aue?". Dabei gaben gut 43 Prozent an, dass Fußball für sie uninteressant ist. Trotzdem: Mit 29,5 Prozent ist fast jeder Dritte der Befragten Fan der Veilchen. Gut 28 Prozent der Erzgebirger halten hingegen einem anderen Verein die Treue.

Inwiefern stimmen Sie der Aussage „Ich bin Veilchen-Fan“ (FC Erzgebirge Aue) zu?

Viele Menschen im Erzgebirgskreis führen glückliches Leben

Viele Menschen im Erzgebirgskreis sind glücklich bis sehr glücklich. Das zeigt unsere repräsentative Umfrage. Demnach gaben 43 Prozent jenes Ergebnis an. Acht Prozent sind unglücklich.

Am glücklichsten in Sachsen leben die Menschen im Landkreis Zwickau – hier fühlen sich 52 Prozent glücklich bis sehr glücklich in ihrem Leben. In Chemnitz sind es nur 41 Prozent, in Dresden 46 Prozent.

Wie glücklich sind Sie?

Hausarzt für die meisten Menschen im Erzgebirgskreis schnell erreichbar

Fast jeder Zweite im Erzgebirgskreis braucht unter zehn Minuten, um zum Hausarzt zu kommen. Das kam bei unserer „Was bewegt das Erzgebirge?“-Umfrage heraus.

Demnach brauchen 16 Prozent der Befragten nicht mal fünf Minuten, 33 Prozent maximal zehn Minuten. Länger als eine halbe Stunde sind immerhin 14 Prozent der Befragten unterwegs. 

Wie viel Zeit benötigen Sie, um im Schnitt zu Ihrem Hausarzt bzw. zu Ihrer Hausarztpraxis zu gelangen?

Fast jeder Dritte im Erzgebirgskreis würde nicht aus seiner Heimat wegziehen

Fast jeder Dritte im Erzgebirgskreis würde niemals aus seiner Heimat wegziehen wollen. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen „Was bewegt das Erzgebirge?“-Umfrage im Auftrag unseres Senders.

42 Prozent würden es machen, wenn sie müssten, z.B. wegen des Berufs. Ein gutes Viertel ist jederzeit bereit, seinen Lebensstandort zu wechseln. 

Würden Sie aus dem Erzgebirge wegziehen?

Jeder Dritte im Erzgebirgskreis meint, Klaps gehört zu guter Erziehung

Jeder Dritte im Erzgebirgskreis sagt, ein Klaps gehöre zu einer guten Erziehung. Das kam bei der "Was bewegt das Erzgebirge?"-Umfrage im Auftrag unseres Senders heraus.

Klar abgelehnt wird der Klaps als Erziehungsmethode dagegen von rund 21% der Befragten. Nirgends in Sachsen ist die Ablehnung als Erziehungsmethode geringer.

Die größte Befürwortung gab es sachsenweit in der Lausitz. Hier stimmten 36 Prozent voll und ganz zu.

Inwiefern stimmen Sie der Aussage, dass ein sogenannter „Klaps“ zu einer guten Erziehung gehört, zu?

Mehrheit der Erzgebirger braucht keine bessere Bewahrung von "Erzgebirgisch"

„Sollte Erzgebirgisch besser erhalten werden?“, indem es beispielsweise in der Schule gelehrt wird. Das wollten wir in der repräsentativen „Was bewegt das Erzgebirge?“-Umfrage unseres Senders herausfinden.

Dabei gaben 44 Prozent an, dass sie mit dem Dialekt zufrieden sind und die Mundart keiner weiteren Förderung bedarf. 36 Prozent fänden die Idee zur Aufbewahrung des Dialekts hingegen gut und wichtig. 

Finden Sie, dass der Dialekt "Erzgebirgisch" besser bewahrt (z.B. in der Schule gelehrt) werden sollte?

Jeder Zweite im Erzgebirgskreis hat auf Arbeit schon mal was geklaut

Jeder Zweite im Erzgebirgskreis hat auf Arbeit schon einmal etwas „mitgehen lassen“. Das kam bei unserer „Was bewegt das Erzgebirge?“-Umfrage heraus. Genannt wurden Kleinigkeiten wie Stifte, Tacker oder Briefumschläge oder auch Klopapier und Spültabs. Die anderen 50 Prozent der Befragten sind dann doch ganz ehrliche Angestellte. 

Haben Sie bei der Arbeit schon einmal etwas „mitgehen lassen“?

Erzgebirger stellen Landrat Vogel ein durchschnittliches Zeugnis aus

Viele Menschen im Erzgebirgskreis wissen nicht, dass Frank Vogel ihr Landrat ist. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag unseres Senders.

Wir hatten die Leute gefragt, wie zufrieden sie mit der Arbeit von Landrat Frank Vogel sind. Mehr als ein Drittel gab an, Vogel nicht zu kennen. Gut acht Prozent der Befragten sind zufrieden. Hingegen waren es fast 19 Prozent nicht. Über ein Drittel ist bei der Arbeit des Landrats geteilter Meinung.

Frank Vogel ist schon seit zehn Jahren der Landrat im Erzgebirgskreis.

Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Landrat Frank Vogel?

Kinder vor Ferienbeginn aus der Schule genommen

Am Freitag ist der letzte Schultag vor den zweiwöchigen Herbstferien. Viele Familien verreisen, nehmen den Flieger in den Süden. Und dafür werden Kinder schon mal früher aus der Schule genommen, um an Wochentagen günstigere Ticketpreise zu bekommen.

Eine repräsentative Umfrage unseres Senders hat ergeben, dass etwa 60 Prozent der Eltern mit Kind im Erzgebirgskreis kein Problem damit hätten und das machen würden.

Haben Sie Ihr Kind schon einmal vor dem offiziellen Ferienbeginn aus der Schule genommen, um günstiger/besser in den Urlaub zu kommen?

Jeder Vierte im Erzgebirgskreis bringt sein Kind schnell in Kita und Grundschule

Im Erzgebirgskreis bringt jeder Vierte sein Kind in unter fünf Minuten in Kindergarten oder Grundschule. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag unseres Senders gezeigt. Demnach schafft es fast die Hälfte in unter zehn Minuten.

Immerhin 16 Prozent der Befragten gaben allerdings an, dass sie für den Schulweg mehr als eine halbe Stunde benötigen. 10 bis 20 Minuten - das ist das Mittelfeld. Gut ein Drittel ist in dieser Zeit zu Schule und Kita unterwegs.

Wie viel Zeit benötigen Sie, um Ihr Kind in den Kindergarten/die Grundschule zu bringen?

Jeder Zweite Im Erzgebirgskreis spürt Auswirkungen des Fachkräftemangels

Der Fachkräftemangel geht auch am Erzgebirgskreis nicht vorbei. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag unseres Senders. Demnach hat jeder zweite die Auswirkungen des Fachkräftemangels schon gelegentlich zu spüren bekommen. Gut 23 Prozent haben den Schwund schon sehr deutlich registriert. Zehn Prozent der Befragten hingegen haben die Auswirkungen bislang noch nicht wahrgenommen.

Bemerken Sie die Auswirkungen des Fachkräftemangels hier im Erzgebirge?

Jeder Dritte im Erzgebirgskreis ist mit seinem Job zufrieden

Jeder Dritte Beschäftigte hier im Erzgebirgskreis ist mit seinem Job zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unseres Senders hervor. 22 Prozent dagegen sind es demnach aber nicht oder überhaupt nicht.

Sachsenweit ist der Anteil der Unzufriedenen imErzgebirgskreis am Höchsten. Am glücklichsten in ihrem Beruf sind die Leipziger. Dort sind es 55 Prozent. 

Wie zufrieden sind Sie in Ihrem Job?

Im Erzgebirgskreis fühlen sich die Menschen sachsenweit am sichersten

Nirgends bei uns in Sachsen fühlen sich die Menschen in ihren Städten und Dörfern so sicher wie im Erzgebirgskreis. Das hat eine repräsentative Umfrage unseres Senders ergeben. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass man ein gutes bis sehr gutes Sicherheitsgefühl im Erzgebirgskreis habe. Sechs Prozent aber fühlen sich nicht oder überhaupt nicht sicher.

Gefragt haben wir auch nach dem Vertrauen in die Polizei. Im Erzgebirgskreis ist das so hoch wie nirgends sonst im Freistaat. 46 Prozent haben großes bis „sehr großes“ Vertrauen in die Behörden. 15 Prozent meinen sie wären mit der Arbeit der sächsischen Polizei nicht zufrieden.