Zufall bringt mittelalterlichen Bergbau ans Licht
Das Silberbergwerk „Im Gößner“ mitten im Stadtzentrum von Annaberg ist heute Bestandteil des Unesco-Welterbes. Seine Entdeckung und das sein Eingang im Innenhof des Erzgebirgsmuseums liegt, ist aber einem Zufall zu verdanken.
Schon 1985 hatte ein Anwohner im Keller seines Hauses an der Kupferstraße ein Loch in der Wand entdeckt. Als er es vergrößerte, kam dahinter ein Bergwerksschacht zum Vorschein. Die Bergsicherung verfüllte den Schacht. Damit geriet der Altbergbau wieder in Vergessenheit.
Wegen des Baus der Sparkasse neben dem Erzgebirgsmuseum mussten dann Probebohrungen vorgenommen werden. Um den Straßenverkehr im Zentrum der Stadt nicht zu beeinträchtigen, entschied man sich für den Innenhof des Museums. Dort stieß man nach zwölf Metern auf einen Hohlraum. Ein Schacht wurde geteuft und ausgebaut.
In der Tiefe entdecke man ein altes Bergwerk mit Spuren des Silbererzbergbaus vor über 500 Jahren. Das wurde schließlich zum Besucherbergwerk ausgebaut und 1995 eröffnet. Als eines der wenigen Bergwerke zeigt es die originalen Spuren des mittelalterlichen Bergbaus.
Gefördert durch die Sächsische Landesmedienanstalt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


