640 Ausländer aus 61 Nationen in sächsischen Gefängnissen
Nur die wenigsten in Sachsen inhaftierten ausländischen Straftäter verbüßen ihre Reststrafen in ihren Heimatländern. Im vergangenen Jahr waren es 17 und davon zehn Polen und vier Tschechen. Das teilte uns das Justizministerium auf Anfrage mit. Im Oktober dieses Jahres saßen in den Justizvollzugsanstalten 640 Ausländer aus 61 Nationen ein. Größte Gruppe sind die Polen mit 137 Gefangenen. Es folgen Syrer und Tschechen (mit je 116 und 87 Insassen).
Auf unsere Frage, wie denn die Bereitschaft bei den Ausländern sei, die Strafe in ihren Heimatländern abzusitzen, antwortete das Ministerium vage. Gefangene, die ihren Lebensmittelpunkt im Ausland haben, dürften eher geneigt sein, dorthin überstellt zu werden. Und umgekehrt. Schwierig ist es, Gefangene dem Strafvollzug in ihrer Heimat außerhalb der EU zu übergeben. Meist gibt es keine Abkommen oder es fehlen Ausweisdokumente oder es besteht ein Abschiebestopp.