Bombardier will in Görlitz und Bautzen über 900 Stellen streichen
Schwarzer Tag für die Bombardier-Beschäftigten in Görlitz und Bautzen: Der Konzern will 930 Arbeitsplätze streichen. Am härtesten trifft es Görlitz mit 700 Stellen. Die Betriebsräte beider Standorte warfen dem Management Fehler vor. Power-Point-Präsentationen seien wichtiger als Konstruktionsunterlagen, sagte der Görlitzer Betriebsratschef Volker Schaarschmidt unserem Sender.
Bei Bombardier Bautzen sollen 220 Arbeitsplätze gestrichen werden. Betroffen seien vor allem Leiharbeitskräfte, sagte Betriebsratschef Gerd Kaczmarek unserem Sender. Sie sollen schon im Laufe dieses Jahres gehen. Der Standort Bautzen bleibe im Bombardier-Werksverbund mit Görlitz erhalten, so Kaczmarek weiter. Görlitz übernehme den Rohbau und die Teilefertigung, Bautzen den Innenausbau. Außerdem sollen in Bautzen weiter Straßenbahnen hergestellt werden. Die Niederflurbahnen übernehme das Bombardier-Werk in Wien. Am Bombardier-Standort Bautzen sind derzeit knapp 1.300 Beschäftigte tätig, in Görlitz 2.400.